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Wir sind Kinder und Jugendliche (nein, jetzt kommt nicht: „und junge Erwachsene“) aus der Pfarrgemeinde St. Cyriakus zu Neuss-Grimlinghausen. Es ist ein Wunder, dass wir Zeit gefunden haben diesen Artikel zu schreiben, denn eigentlich sind wir das ganze Jahr über „en action“ (wie im SoLa 2003). Jeden Freitag Nachmittag um ca. 16 Uhr trifft sich die gesamte Messdienerschar vor der Kirche, seit Januar mit neuem Konzept. Die alten Gruppen (nach Alter) mussten den neuen Treffen (nach Interessen) weichen. Drei Wochen hintereinander haben die Teilchen die Qual der Wahl. Sie dürfen zwischen mehreren Angeboten, also Sport, Basteln, Spielen, usw., wählen. Am vierten Freitag treffen sie sich dann wieder in den alten Gruppen. An diesem Tag werden religiöse Themen behandelt, denn das ist ja das, was uns alle als Messdiener auszeichnet. Neben diesen wöchentlichen Treffen finden natürlich im Jahreskreis andere Aktivitäten statt: Wir wären keine Rheinländer, würden wir nicht die fünfte Jahreszeit gebührend feiern. Es ist bei uns eine gute Tradition (und nach dem dritten Mal ist alles Tradition!), dass wir uns am Karnevalsfreitag verkleidet im Jugendheim treffen, um Berliner zu essen, tolle Spiele zu spielen und das beste Kostüm zu prämieren. Die Fastenzeit ist noch nicht einmal ganz vorbei, da steht auch schon die nächste Aktion an. Diesmal treffen wir uns aber nicht zum Vergnügen (jedenfalls nicht hauptsächlich), sondern um dem ganzen Dorf frohe Ostern zu wünschen und um eine kleine Spende zur Aufbesserung unserer Messdienerkasse zu erbitten. Mit diesem Geld können wir unter Anderem den Überraschungsausflug finanzieren, der die Kinder jedes Jahr an Christi-Himmelfahrt an ein unbekanntes Ziel entführt. So langsam kündigt sich dann auch schon wieder das Highlight eines jeden Messdienerjahres an, das Sommerlager. Vorher wird aber noch der Tag des heiligen Johannis mit dem traditionellen Johannisfeuer bestritten. Nach der Jugendmesse ist die Gemeinde zum großen Grillfest eingeladen (für Vegetarier gibt es natürlich auch Salate). Jetzt gilt es nur noch den Rest des Schuljahrs erfolgreich hinter sich zu bringen und es kann losgehen. Für zwei Wochen sind die Minis auf großer Reise. Holland, Österreich, Dänemark und Frankreich haben wir dabei schon kennen gelernt. Von da aus müssen wir aber dann schnell zurück in die Heimat: Das Schützenfest beginnt! Der Grenadierzug „Semper Fidelis“, der Im Jahr 2001 von älteren und/oder inzwischen ausgeschiedenen Messdienern gegründet wurde, will ja angefeuert werden. Außerdem gilt es Anstand und Tugend in Grimlinghausen zu vertreten. Und wer könnte dieses wichtige repräsentative Amt wohl besser erfüllen als ein Mädchen aus dem Kreise der Ministrantengemeinschaft, jedenfalls hat der Pfarrer das in den letzten acht Jahren so gesehen. Das Kirmeskrönchen wird dann im Schützenhochamt verliehen. Nach diesen anstrengenden Wochen genehmigen wir uns einmal eine kleine Aktionspause, um dann in den Herbstferien mit der Mini-Power-Woche wieder voll durchzustarten. Fünf Tage hintereinander können die Kinder an verschiedenen Ausflügen und Aktivitäten teilnehmen. Besonders beliebt ist dabei der K(ino)&K(ochen)-Tag, bei dam sich die Kinder faul vor der Leinwand flätzen, während die Leiter leckere Dinge für sie kochen. Zwischen Weihnachten und Silvester nehmen sich die Leiter dann drei Tage Zeit, um das neue Jahr zu planen und um die Zusammengehörigkeit der Leiterrunde zu stärken. Dort werden auch Termine festgelegt, z.B. für Spätschichten, die jeden ersten Sonntag im Monat, in der Fastenzeit und im Advent wöchentlich stattfinden oder für Jugendmessen, die von unserem Jugendseelsorger zelebriert werden. Wir hoffen dieser kleine Einblick in unsere Messdienerarbeit zeigt, dass das Messdienersein nicht nur eine Pflicht ist, sondern auch jede Menge Spaß macht.
Von Anne Ritzkat und Friederike Koch
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